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Februar 2017

 

„Fürchtet euch nicht, die Freude an einem Leben nach dem Evangelium eurem Charisma entsprechend auszuleben!“     (Apost.Konstitution „Vultum Dei Quaerere“ Nr.6)

 

Nachdem wir im vergangenen Monat einen Blick auf Franziskus in seiner Freude geworfen haben, wollen wir nun einmal nach der hl.Klara schauen.
Am besten lassen wir sie selbst zu Wort kommen in ihrem dritten Brief an die hl.Agnes von Prag (V.1-10):

„Ihrer in Christus ehrwürdigen Herrin und vor allen Sterblichen zu liebenden Schwester Agnes, der leiblichen Schwester des berühmten Königs von Böhmen, jetzt aber schon des höchsten Himmelskönigs Schwester und Braut, wünscht Klara, die niedrigste, unwürdige Magd Christi und Dienerin der Armen Herrinnen, die Freuden des Heiles im Urheber des Heiles und das Beste, was man je ersehnen kann. Aus Deinem Wohlbefinden, Deinem glücklichen Stand und Deinen ersprießlichen Fortschritten erkenne ich, dass Du in dem begonnenen Lauf zur Erlangung des himmlischen Siegespreises stark geworden bist, worüber ich mit Freude erfüllt bin. Und das umso mehr, als ich in dieser Freude im Herrn selbst aufatmen darf, da ich weiß und überzeugt bin, dass Du dadurch wunderbar ergänzt, wo ich und die anderen Schwestern in der Nachahmung der Spuren des armen und demütigen Jesus Christus zurückbleiben. Ja, wahrhaftig kann ich mich freuen, und niemand wird mir diese Freude nehmen können. Denn ich halte bereits in Händen, was ich unter dem Himmel begehrt habe. Ich sehe, dass Du die Listen des schlauen Feindes, den Verderben bringenden Hochmut der menschlichen Natur und den leeren Glanz, der die Menschenherzen betört, furchteinflößend und unversehens niedertrittst, gestützt auf die wunderbare Erwählung der Weisheit, die aus dem Munde Gottes selber kommt. Ich sehe, wie Du den im Acker der Welt und der Menschenherzen verborgenen unvergleichlichen Schatz, womit man das erkauft, wodurch alles aus dem Nichts erschaffen ist, mit Demut, Glaubenskraft und den Armen der Armut umfängst. Und um die Worte des Apostels selbst im eigentlichen Sinn anzuwenden: Nach meinem Urteil bist Du eine Helferin Gottes selbst; Du richtest die fallenden Glieder seines unaussprechlichen Leibes wieder auf. Wer könnte mir also sagen, ich dürfte mich nicht freuen, da diese staunenswerten Dinge doch Grund zur Freude sind! Freue also auch Du Dich stets im Herrn, Liebste! Nicht Bitterkeit und Nebel sollen Dich bedecken, in Christus geliebte Herrin, Freude der Engel und Ehrenkranz der Schwestern!“

Es fällt hier besonders auf, wie groß ihre Freude an der Nachfolge des Herrn ist und in ganz auffälliger Weise an den geistlichen Fortschritten einer Schwester, der sie sich tief verbunden fühlt. Dass jemand dieselbe Berufung zur Nachfolge lebt, dem armen Christus folgt, erfüllt sie mit unaussprechlicher Freude. Und sie stellt vor allem fest, dass ihr die Freude niemand nehmen kann, da sie das am meisten Begehrte bereits in Händen hält. Was sie glücklich macht, lässt sie uns selbst in den bekannten Worten aus dem 4.Brief an Agnes wissen:
Ja, wahrhaft glücklich die, der es gegeben wird,diese heilige Vermählung zu genießen, um mit allen Fasern des Herzens dem anzuhangen, dessen Schönheit alle seligen Scharen des Himmels unaufhörlich bewundern, dessen Liebe anzieht, dessen Anblick erquickt, dessen Güte den Hunger stillt, dessen Süßigkeit erfüllt, an den zu denken einem süßen Lichtstrahl gleicht, durch dessen Wohlgeruch Tote wieder aufleben werden, dessen glorreicher Anblick selig machen wird alle Bürger des himmlischen Jerusalem.“

Wie auch für Franziskus, bestand das größte Glück und die Quelle der Freude für Klara in der Vereinigung mit Christus, den sie mehr geliebt hat als alles andere. So wird auch von ihr im Heiligsprechungsprozess bezeugt, dass sie eine besondere Freude hatte, das Wort Gottes zu hören (ProKl X,26).
In diesem Monat könnten wir uns mal der Frage stellen, wie es mit unserer Freude an den Worten unseres Herrn bestellt ist, wie ich mit der Heiligen Schrift umgehe, wie intensiv ich mit ihr lebe. Dazu eine herzliche Einladung. Denn Jesus lässt uns wissen: Selig sind [...] die, die das Wort Gottes hören und es befolgen.“ (Lk 11,28)


 

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